Leserreise: Albanien Explorer – die Entdecker-Motorradtour

Albanien – das verborgene Juwel Europas – ist ein Paradies für Motorradabenteurer. Ein Land voller Kontraste, voller Seele, voller Geschichten.
Diese Tour durch Albanien trifft ins Herz, geht unter die Haut – und bleibt für immer. Zwischen der rauen Wildnis der albanischen Alpen und den türkisblauen Buchten der Riviera entfaltet sich ein Land, das mit Ursprünglichkeit, wilder Schönheit und kulturellem Tiefgang begeistert. Jahrzehntelang verborgen hinter den Mauern wechselnder Regime, öffnete sich Albanien erst Anfang der 1990er Jahre der Welt – und offenbarte einen ungeschliffenen Diamanten: ein Land voller Kontraste, voller Seele, voller Geschichten.
Epische Motorradreise
Diese epische Motorradreise führt euch vom farbenfrohen, urbanen Herz der Hauptstadt Tirana bis in die entlegensten Winkel des Nordens. Ihr fahrt auf nahezu unberührten Strassen, die sich durch Schluchten winden, über einsame Hochplateaus und entlang atemberaubender Küstenabschnitte schlängeln. Grüne Berge treffen auf menschenleere Strände, kristallklare Flüsse begleiten euren Weg, und frei galoppierende Pferde ziehen durch weite Prärien.
UNESCO-Städte
Ihr durchquert UNESCO-geschützte Städte wie Berat und Gjirokastër, entdeckt antike Stätten wie Butrint, relaxt in heissen Quellen und erlebt eine der spektakulärsten Fährpassagen Europas durch die fjordähnliche Landschaft des Koman-Sees. Unterwegs laden traditionelle Dörfer und authentische Tavernen zu herzlicher Gastfreundschaft und hausgemachten Spezialitäten ein.
Ein Land für Entdecker
Albanien ist kein Land für Schaulustige – es ist ein Land für Entdecker. Für all jene, die das Echte, Wilde und Ungezähmte suchen. Für Abenteurer, die sich nach dem Gefühl absoluter Freiheit sehnen.
Daten und Überblick
Reisedatum: 20.-27.09.2025 / 09.05.-16.05.2026 / 19.-26.09.2026
Start- und Endpunkt der Tour: Tirana / TIA
Flughafen: Tirana International Airport Nënë Tereza
Gruppengrösse: 6 – 12 Fahrer
Dauer: 8 Tage / 7 Nächte
Schwierigkeitsgrad: 2 – 3 (Max. = 6 – Abstufung siehe ganz unten)
Anforderungen & Erfahrung: Fortgeschritten / Aktiv – geeignet für Fahrer mit Erfahrung im Umgang mit kurvenreichen Gebirgsstrassen, längeren Tagesetappen und unterschiedlichen Fahrverhältnissen. Asphalt dominiert, aber enge Serpentinen, wechselnde Strassenqualität und das Fahren in kleinen Bergdörfern setzen ein sicheres Handling voraus.
Gesamtdistanz: ca. 1200 km
Kürzeste Tagesetappe: 120 km
Längste Tagesetappe: 250–280 km
Durchschnittliche Tagesdistanz: 180–220 km
Strassenverhältnisse:
- Asphaltiert: 100 %
- Kurvig, teilweise schmal oder uneben (Bergpässe, Nationalparks, Küstenstrassen)
- Rechtsverkehr
- Innerorts Verkehr in Tirana und gelegentlich in Kleinstädten, ansonsten wenig befahrene Landstrassen
- Helmpflicht
Unterkunftskategorie:
- Tirana & Küste: Stylische Boutique-Hotels
- Inland & Berge: Komfortable Landhotels oder Gästehäuser mit Charme
- In den Alpen: Authentische Berghütten / Chalets
Top-Highlights Albanien
- Tirana – Farbenfrohe Hauptstadt mit urbaner Kunst- und Kulinarikszene
- UNESCO-Welterbe Berat & Gjirokastër – Märchenhafte Städte mit osmanischem Flair
- Butrint – Antike Ruinen inmitten grüner Wälder
- Valbonë-Nationalpark – Spektakuläre Alpenpanoramen & urige Bergdörfer
- Koman-See – Unvergessliche Fjord-Fährfahrt durch ein Naturwunder
- Albanische Riviera – Küstenstrasse mit türkisblauen Badebuchten
- Benja-Thermalquellen – Natürliche heisse Quellen im Canyon
- Traditionelle Küche – Hausgemachte Spezialitäten & Wein bei lokalen Familien
Anmeldung / Anfrage
Das Programm im Detail
Tag 1 – Ankunft: Kaleidoskop der Farben: Willkommen im trendigen Tirana
Kaum gelandet, ist es nur ein kurzer Weg vom Rollfeld ins Herz der Stadt. Tirana – Albaniens lebhafte Hauptstadt – empfängt ihre Gäste mit frischen Farben, jugendlicher Energie und vibrierender Lebensfreude. Die Silhouetten der umliegenden Berge und Hochplateaus zeichnen sich bereits am Horizont ab, doch heute widmen wir uns ganz dem urbanen Aufblühen einer unterschätzten Metropole Europas.
Tirana hat einiges hinter sich: Jahrzehnte des Kommunismus, gescheiterte Pyramidensysteme und bürgerliche Unruhen. Doch mit dem 21. Jahrhundert kam auch ein neuer Frühling. Edi Rama – Premierminister und ehemaliger Kunstprofessor – verwandelte die graue Stadt in ein Kunstwerk. Einst trübe Wohnblöcke erstrahlen heute in leuchtenden Farben – Ausdruck eines neuen Lebensgefühls.
Ein Besuch im Bunk’Art-Museum, einem unterirdischen Atomschutzbunker aus der Diktaturzeit Hoxhas, bietet einen intensiven Einblick in die dunklen Kapitel der Vergangenheit. Doch das neue Tirana zeigt sich selbstbewusst: Besonders im Viertel Blloku, einst nur der Parteielite vorbehalten, herrscht heute ein kosmopolitisches Flair mit angesagten Cafés, Bars und stylischen Terrassen – Treffpunkt der kreativen Szene.
Tag 2 – Von Fenstern, Flüssen und Fisch am Meer
Strecke: 205 km | Tiranë – Vlorë
Der erste Hauch des albanischen Südens empfängt euch mit offenen Armen. Kaum verlässt man Tirana, bricht die Landschaft auf – ein Mosaik aus Bergen, wilden Pfaden und dörflicher Idylle. Alte Steinhäuser unter Weinranken, Honig am Strassenrand, ein Esel döst in der Sonne. Der Blick wird vom majestätischen Mount Tomorri, Albaniens heiliger Olymp, begleitet.
Die UNESCO-geschützte Stadt Berat, auch „Stadt der tausend Fenster“, lädt zur Mittagspause ein. Hier, wo osmanische Architektur am grünen Flussufer thront, erzählen steinerne Fassaden Geschichten aus dem 15. Jahrhundert. Im Anschluss lohnt sich der Aufstieg zur Burg Kalaja, deren gepflasterte Gassen traumhafte Ausblicke auf die Umgebung freigeben.
Später erreicht ihr die salzduftende Küste von Vlorë – dort, wo das Land endet und das Ionische Meer beginnt. Ein Hotel direkt am Wasser empfängt euch mit offenen Fenstern zur See. Zum Abschluss des Tages: ein Sprung ins kristallklare Meer, gefolgt von frischem Fisch unter dem Sternenhimmel.
Tag 3 – Riviera-Romantik und Ruinenzauber
Strecke: 200 km | Vlorë – Gjirokastër
Der Tag beginnt mit einer spektakulären Fahrt durch den Llogora-Nationalpark, wo die Serpentinen auf 1000 Meter Höhe steigen und Meer und Himmel miteinander verschmelzen. Weiter führt der Weg entlang der Albanischen Riviera, vorbei an versteckten Buchten, alten griechischen Tempeln und endlosen Olivenhainen.
In Ksamil, mit Blick auf Korfu, geniesst ihr ein mediterranes Mittagessen: Garnelenfondue und ein Glas Debinë-Wein. Danach geht es ins Inland – über kurvige Bergstrassen bis zum rustikalen Flussüberqueren auf einer handgezogenen Fähre, mit Blick auf die uralte Siedlung Butrint. Hier überlagern sich griechische, römische und byzantinische Spuren – Mosaike, Thermen und ein Amphitheater erzählen von grosser Geschichte.
Am Abend erreicht ihr Gjirokastër, die „Steinerne Stadt“. Inmitten von Basarstrassen, spitzen Dächern und kunstvoll gewebten Teppichen trifft osmanisches Flair auf alpinen Charme. Heimat des Literaten Ismail Kadare und Geburtsort von Diktator Enver Hoxha – kaum ein Ort vereint Albaniens Gegensätze so eindrucksvoll.
Tag 4 – Heisse Quellen und himmlische Seen
Strecke: 235 km | Gjirokastër – Pogradec
Der Morgen beginnt mit einem Besuch der mächtigen Festung von Gjirokastër – Kanonen, Flugzeugwracks und weite Ausblicke auf die steinerne Stadt lassen Geschichte lebendig werden. Dann heisst es Abschied nehmen: Die Route führt durch die unberührten Nemercka-Berge, vorbei an Wildblumenwiesen und Schneegipfeln.
Ein Zwischenstopp bei den heissen Quellen von Benja, eingebettet zwischen schroffen Canyons und alten Steinbrücken, verspricht Entspannung für Körper und Seele. Danach geht es weiter – entlang der griechischen Grenze über die Pindus-Berge bis zur familiären Sotire-Farm, wo frisch gefangene Forelle, Bauernbrot und Hauswein serviert werden.
Schliesslich: der erste Blick auf den Ohridsee, der wie ein endloser Spiegel am Horizont liegt. Der Abend klingt aus am Wasser – mit dem berühmten Koran-Fisch auf dem Teller und der stillen Magie dieses UNESCO-Sees.
Tag 5 – Canyons, Kraftwerke und kulinarische Kurven
Strecke: 250 km | Pogradec – Peshkopi
Frühaufsteher werden mit einem goldenen Sonnenaufgang über dem See belohnt. Danach führt die Strecke nach Süden, durch Wälder, in denen Wölfe und Hirsche leben. Der Devolli-Canyon beeindruckt mit seinen feuerroten Felswänden – ein albanisches Echo des Grand Canyon. Am Fluss entlang dröhnt das Motorrad, begleitet vom Tosen der Stromschnellen.
Der Weg führt weiter nach Gramsh, vorbei an archäologischen Fundorten, Wasserfällen und zwei grossen Staudämmen – Sinnbild für Albaniens Energiegewinnung durch Wasserkraft. Danach taucht ihr in den wilden Shebenik-Jabllanice-Nationalpark ein, wo Gletscherseen, Beerensträucher und verlassene Wege warten.
Euer Tagesziel ist Peshkopi, einst osmanischer Marktort und heute ein kulinarischer Geheimtipp in den albanischen Bergen.
Tag 6 – Das Herz der Alpen: Valbonë ruft
Strecke: 230 km | Peshkopi – Valbonë
Heute wartet das grosse Naturkino: Die „Verfluchten Berge“ – die Albanischen Alpen – ragen wie aus einer anderen Welt empor. Entlang des Schwarzen Drin zieht sich die Strasse gen Norden. In dieser abgelegenen Region gelten noch heute die Gesetze des Kanun, einer jahrhundertealten Ehrenordnung.
Im Valbonë-Nationalpark gleicht jeder Kilometer einem Gedicht: türkisfarbene Flüsse, dichte Wälder, zerfallene Mühlen und grasende Pferde auf der Strasse. Die Siedlungen weichen der Wildnis. Der Tag endet in einem der gemütlichen Chalets, wo nur noch Stille und die Natur eure Begleiter sind.
Tag 7 – Fjordträume und Festungsmauern
Strecke: 200 km | Valbonë – Tirana
Frühmorgens führt die Route nach Fierze, wo euch ein dreistündiger Bootstrip auf dem Koman-See erwartet. Wie ein norwegischer Fjord windet sich das Wasser durch enge Felswände, vorbei an Bauernhäusern, Ziegenherden und unberührter Wildnis – ein Naturwunder aus Menschenhand, entstanden durch ein Wasserkraftprojekt der 1980er.
Am Ufer geht es weiter in die Stadt Shkoder, eine der ältesten Europas. Die Rozafa-Festung thront über dem Drin-Fluss und erzählt von wechselnden Herrschern – Römern, Serben, Osmanen. Alte Kaufmannshäuser, Moscheen und Minarette künden von einer Zeit als Handelsmetropole.
Am späten Nachmittag erreicht ihr erneut Tirana – rechtzeitig für einen letzten Drink in einem der schicken Strassencafés.
Tag 8 – Abschied mit Raki
Wer vor dem Heimflug noch Zeit hat, kann tiefer in Tiranas Geschichten eintauchen – etwa im Haus der Blätter, einst Zentrum des kommunistischen Geheimdienstes. Oder ihr geniesst ein letztes Frühstück mit Byrek und einem Glas Raki in der Sonne.
Ein Roadtrip voller unvergesslicher Augenblicke, rauer Schönheit und grosser Freiheit geht zu Ende. Albanien – dieses Land lässt niemanden unberührt.
Anmeldung / Anfrage
Preise
PREISE PRO PERSON (in CHF):
9-12 Personen: 2970.00
6-8 Personen: 3250.00
Zuschläge:
Einzelzimmer: 450.00
BeifahrerIn/Sozia: 750.00
Motorrad Upgrade BMW 1200 GS: 300.00
ZAHLUNGSBEDINGUNGEN:
- 50 % Anzahlung bei Buchung
- Restzahlung fällig 45 Tage vor Reisebeginn
Im Preis inbegriffen
- 7 Übernachtungen im Doppelzimmer
- Motorrad F700GS / F800GS
- Mehrsprachige Reiseleitung
- Seitenkoffer (Hartschalen)
- Motorradversicherung (BLUE-Tarif)
- Alle Frühstücke
- Alle Mittag- und Abendessen
- Eintrittsgebühren für alle Sehenswürdigkeiten
- Flughafentransfer bei An- und Abreise
- Mautgebühren und Fährticket
Nicht im Preis inbegriffen
- Einzelzimmerzuschlag
- Motorrad-Upgrade
- Flugtickets
- Motorradbekleidung und Helm
- Reiseversicherung
- Getränke zu den Mahlzeiten
- Topcase
- Trinkgelder für Guides
- Visakosten
- Zusätzliche Flughafentransfers
Kommunikation & Mobilfunk:
- Gute Netzabdeckung in Städten und entlang der Hauptverkehrsstrassen. In abgelegeneren Bergregionen gelegentlich eingeschränkt.
- Prepaid-SIM-Karten (z. B. Vodafone Albania oder ALBtelecom) oder eSIM-Lösungen sind günstig und weit verbreitet.
- WLAN ist in nahezu allen Hotels, Gästehäusern und vielen Cafés/Restaurants verfügbar, meist zuverlässig.
Besondere Hinweise
- Klima & beste Reisezeit:
Mediterranes bis kontinentales Klima. Ideale Reisezeit: April bis Oktober.
An der Küste: mild und sonnig, 20–30 °C.
In den Bergen: tagsüber angenehm, nachts frisch (bis unter 10 °C möglich).
Im Sommer gelegentlich Gewitter oder kurze Regenschauer. - Einreisebestimmungen:
Für Bürger der Schweiz, EU und zahlreicher weiterer Staaten visumfrei für bis zu 90 Tage (Stand 2025).
Reisepass oder gültiger Personalausweis erforderlich. - Führerschein:
Internationaler Führerschein (IDP) empfohlen, zusammen mit dem nationalen Motorradführerschein. - Packliste (empfohlen):
ECE-zertifizierter Helm, robuste Motorradschutzkleidung, Handschuhe, Motorradstiefel, Sonnenbrille, Regen- und Windschutz, leichte Kleidung für warme Tage, warme Schicht für kühle Abende, Trinkflasche oder Trinksystem, Sonnencreme, kleine Reiseapotheke. - Gesundheit & Impfungen:
Keine Pflichtimpfungen. Empfohlen: Tetanus, Hepatitis A, ggf. FSME, wenn längere Aufenthalte im Freien geplant sind.
Die medizinische Versorgung ist in den Städten gut, auf dem Land jedoch begrenzt. - Trinkgeldempfehlung:
Ca. EUR 5–10 pro Tag für Guide/Mechaniker, EUR 2–3 pro Tag für Hotelpersonal oder Fahrer. - Kulturelle Hinweise:
Albanien ist ein offenes und gastfreundliches Land.
Respektvolles Verhalten gegenüber älteren Menschen und religiösen Stätten (Kirchen, Moscheen, Tekken) ist angebracht.
Kleidung in Dörfern: lieber dezent.
In ländlichen Gegenden wird Albanisch gesprochen; Englisch ist bei der jungen Generation verbreitet. - Beispielpreise für Mahlzeiten & Getränke:
- Mittagessen im Restaurant: EUR 6–12
- Abendessen inkl. Wein: EUR 12–20
- Kaffee / Softdrink: EUR 1–2
- Verkehrsregeln:
- Rechtsverkehr
- Helmpflicht
- Alkoholgrenze: 0,01 ‰ (praktisch Alkoholverbot)
- In Städten reger Verkehr, auf dem Land wenig Verkehr, aber gelegentlich Tiere auf der Fahrbahn
- Strassen variieren von gut asphaltiert bis uneben in abgelegenen Regionen
- Währung & Bezahlung:
Albanischer Lek (ALL)
EUR werden teilweise akzeptiert, besonders in touristischen Regionen.
Kreditkarten in Städten meist möglich, auf dem Land Bargeld mitführen. - Mobilfunk & Internet:
Sehr gut in Städten, teils eingeschränkt in den Bergen.
Lokale SIM-Karte oder eSIM für durchgehende Verbindung empfohlen. - Sicherheit:
Albanien ist ein sicheres Reiseland mit sehr gastfreundlicher Bevölkerung.
Die grössten Herausforderungen sind schlechte Strassenabschnitte, freilaufende Tiere und wetterbedingte Änderungen in den Bergen.
Anmeldung / Anfrage
Fahr dein Abenteuer – aber richtig eingestuft
Welche Route passt zu dir? Unsere 6 Schwierigkeitsstufen
Warum eine realistische Einschätzung der Routen wichtig ist
Motorradreisen versprechen Abenteuer, Freiheit und unvergessliche Erlebnisse. Doch ebenso wie die Schönheit der Landschaften variieren auch die Anforderungen an Fahrer und Maschine erheblich – je nach Länge, Geländeprofil und Strassenbeschaffenheit.
Eine klare Einstufung nach Schwierigkeitsgraden hilft dabei, Touren nicht nur besser planbar, sondern vor allem auch sicherer zu gestalten. Sie ermöglicht es, die eigenen Fähigkeiten und Grenzen realistisch einzuschätzen – ganz gleich, ob man entspannt cruisen oder anspruchsvolle Pässe bezwingen möchte.
Unsere Empfehlung: Im Zweifelsfall ist es immer klüger, sich für den niedrigeren Schwierigkeitsgrad zu entscheiden. Fahrtechnik, Ausdauer und Gelände-Erfahrung lassen sich Schritt für Schritt aufbauen – Fahrspass und Sicherheit sollten dabei stets im Vordergrund stehen.
So funktioniert die Schwierigkeitsbewertung
Nicht alle Kriterien müssen erfüllt sein, damit eine Route einer bestimmten Schwierigkeitsstufe zugeordnet wird. Massgeblich ist stets der höchste Schwierigkeitsfaktor – eine technisch einfache Strecke mit 500 km Tagesdistanz kann somit eine höhere Bewertung erhalten, genauso wie eine kurze Etappe mit extremen Offroad-Passagen.
Im Folgenden werden die ersten fünf Schwierigkeitsstufen beschrieben, die Fahrern aller Erfahrungsstufen als Orientierung dienen:
Stufe 1 – entspannt & einsteigerfreundlich
• Tagesetappe: Kurz, in der Regel unter 150 km
• Streckenprofil: Überwiegend gerade oder sanft geschwungene Strassen
• Strassenzustand: Gut asphaltiert, keine Schlaglöcher
• Merkmale: Ideal für Anfänger und Genussfahrer, keine anspruchsvollen Pässe, geringe Verkehrsdichte, keine besonderen Herausforderungen
Stufe 2 – Leicht, Genusstour
• Tagesetappe: 150–250 km
• Streckenprofil: Mischung aus geraden Abschnitten und leichten Kurven, kaum Höhenunterschiede
• Strassenzustand: Gut befestigte Strassen mit gelegentlichen kleinen Unebenheiten
• Merkmale: Für Fahrer mit geringer Erfahrung geeignet, entspannte Touren durch schöne Landschaften, wenig Verkehr, keine steilen Anstiege oder schwierigen Abfahrten
Stufe 3 – Anspruchsvoll für Tourenfahrer
• Tagesetappe: 250–350 km
• Streckenprofil: Kombination aus kurvigen Strassen und Gebirgspässen, moderate Höhenunterschiede
• Strassenzustand: Überwiegend asphaltiert, vereinzelt raue oder unebene Landstrassen
• Merkmale: Für erfahrene Tourenfahrer konzipiert, moderate Herausforderungen in Kurven, teilweise enge Kehren, erhöhte Konzentration erforderlich
Stufe 4 – Fortgeschritten mit fordernden Abschnitten
• Tagesetappe: 300–400 km
• Streckenprofil: Viele Kurven, längere Gebirgspässe, Höhenunterschiede von über 1500 Metern möglich
• Strassenzustand: Teilweise schmale Landstrassen, rauer Asphalt, gelegentlich Schotterabschnitte
• Merkmale: Für routinierte Fahrer geeignet, hohe Konzentration notwendig, anspruchsvolle Anstiege und Abfahrten, potenziell wechselhafte Wetterverhältnisse
Stufe 5 – Sportlich & teilweise offroad
• Tagesetappe: 350–450 km
• Streckenprofil: Enge Kehren, mehrere hochalpine Pässe
• Strassenzustand: Teilweise unbefestigt, Schotterstrecken, gelegentliche Offroad-Passagen
• Merkmale: Stellt hohe Anforderungen an Fahrtechnik und Ausdauer, fortgeschrittene Kurventechniken erforderlich, wechselnde Wetter- und Strassenverhältnisse, nur für sehr erfahrene Fahrer geeignet
Stufe 6 – Extrem & Expeditionsniveau
• Tagesetappe: Variabel, oft über 400 km oder sehr kurze Distanzen mit extremem Terrain
• Streckenprofil: Abgelegene Routen mit schwierigem Gelände, steile An- und Abstiege, extremes Hochgebirge oder Wüstenpassagen
• Strassenzustand: Weitgehend unbefestigt, tiefer Schotter, Geröll, Sand, Schlamm, Flussdurchquerungen
• Merkmale:
– Nur für sehr erfahrene Fahrer mit Offroad-Erfahrung und exzellenter Fahrzeugbeherrschung
– Extrem fordernd in Bezug auf Technik, Kondition und mentale Stärke
– Navigationskenntnisse erforderlich, teils ohne Mobilfunknetz oder klare Beschilderung
– Oft in entlegenen Regionen mit begrenzter Infrastruktur
– Potenziell hohe klimatische Belastungen (Hitze, Kälte, Höhe, Feuchtigkeit)
– Nur mit entsprechend vorbereitetem Motorrad und Sicherheitsausrüstung zu empfehlen
Diese Einteilung unterstützt Motorradreisende dabei, Strecken realistisch einzuschätzen – entsprechend ihrer Fähigkeiten und Erwartungen.
Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, eine niedrigere Stufe zu wählen oder zunächst Erfahrung in vergleichbarem Gelände zu sammeln.
Anmeldung / Anfrage